Wer täglich Milchprodukte isst, die Empfehlung kennt und trotzdem einen Knochenschwund entwickelt — der hat vielleicht nicht zu wenig Calcium gegessen. Sondern zu wenig Vitamin D.

Das ist keine Ausnahme. Die Nationale Verzehrsstudie II zeigt: 46 % der Männer und 55 % der Frauen in Deutschland erreichen die empfohlene Tagesmenge von 1.000 mg Calcium nicht.3 Und von denen, die es schaffen, profitieren viele trotzdem kaum — weil ohne ausreichend Vitamin D der Darm Calcium schlicht nicht aufnehmen kann. Der Baustoff ist da. Die Tür bleibt zu.

Dieser Artikel erklärt, warum Calcium und Vitamin D ein untrennbares Duo sind, wo die häufigsten Lücken liegen — und was Sie konkret tun können.

Das stille Defizit: Warum die Hälfte das Tagesziel verfehlt

Ein Gramm Calcium täglich. Das klingt nach wenig. Doch die Zahlen zeigen, dass dieser Richtwert für viele Menschen in Deutschland eine echte Hürde darstellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Calciumzufuhr von 1.000 mg.2 Dieser Wert ist nicht willkürlich gesetzt: Calcium ist der mineralische Hauptbaustoff des Knochens — rund 99 % des körpereigenen Calciums sind im Skelett gebunden. Reicht die Zufuhr über die Nahrung dauerhaft nicht aus, holt sich der Körper, was er braucht, aus diesem Speicher. Der Calciumspiegel im Blut bleibt konstant, die Knochen zahlen den Preis.

Genau das macht das Ergebnis der Nationalen Verzehrsstudie II so beunruhigend: Mehr als jede zweite Frau und fast jeder zweite Mann kommt im Alltag nicht auf die empfohlene Menge.3 Und das ist keine Randgruppe — es sind repräsentative Zahlen aus der deutschen Bevölkerung.

Dabei sind die guten Calciumquellen durchaus bekannt: Milch und Milchprodukte stehen an erster Stelle, gefolgt von calciumreichem Mineralwasser (oft über 400 mg/l), Hartkäse, Grünkohl und calciumgefälltem Tofu. Das Problem ist weniger Unwissen als Alltag: Wer selten Milchprodukte isst, viel Fertigkost konsumiert oder sich calorienarm ernährt, unterschreitet die Schwelle schnell. Wer zudem — aus welchem Grund auch immer — auf Milchprodukte verzichtet, braucht eine durchdachte Strategie, um den Bedarf anderweitig zu decken.

Eine umfangreiche Analyse internationaler Daten zeigt, dass eine dauerhaft niedrige Calciumzufuhr das Risiko für Knochenschwund und Knochenbrüche erhöht.6 Umgekehrt ist eine verlässliche Versorgung einer der wenigen ernährungsbezogenen Faktoren, für die eine wissenschaftliche Grundlage besteht. Auch die DVO-Leitlinie 2023 nennt die ausreichende Calciumversorgung ausdrücklich als Basismaßnahme, die jeder Osteoporose-Prävention und -Therapie zugrunde liegt.1

Ein in Deutschland zugelassener Anspruch bringt es auf den Punkt:

Calcium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.9

Diese Aussage ist von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf Basis wissenschaftlicher Bewertungen zugelassen und darf ohne Einschränkung formuliert werden.8

Vitamin D: Der Türöffner, ohne den Calcium strandet

Calcium ist der Baustein. Vitamin D ist der Schlüssel, der die Tür zu diesem Baustein aufschließt.

Das ist keine Metapher, sondern Physiologie: Vitamin D — genauer gesagt seine aktive Form Calcitriol — reguliert im Darm die Produktion bestimmter Transporteiweiße, die Calcium aktiv durch die Darmwand ins Blut schleusen. Fehlt dieses Signal, sinkt die Calciumaufnahme aus der Nahrung erheblich — selbst wenn die Ernährung reichlich Calcium enthält. Ein Teil des Minerals wird schlicht wieder ausgeschieden.

Zwei nebeneinander gezeigte Darmzellen im Querschnitt: links aktiviert Calcitriol petrolfarbene Transportproteine, Aquamarin-Calcium gelangt vom Darminnenraum zur Blutseite, rechts blockieren terrakottafarbene Proteine den Weg und Calcium bleibt im Darmlumen. Ohne Vitamin D bleibt die Tür für Calcium geschlossen: Der Baustoff ist vorhanden, kommt aber nicht durch.

Der Körper hat eine elegante Sicherung für diesen Fall: Sinkt der Calciumspiegel im Blut, schüttet er ein Hormon aus (Parathormon), das Calcium aus dem Knochen freisetzt — um den Blutspiegel zu stabilisieren. Das ist im Notfall lebensnotwendig. Aber wenn dieser Mechanismus über Jahre läuft, weil Vitamin D chronisch fehlt und Calcium dauerhaft nicht ausreichend aufgenommen wird, zahlen die Knochen den Preis: Sie verlieren Substanz.

Die EFSA hat die Funktion von Vitamin D für die Calciumverwertung offiziell anerkannt:

Vitamin D trägt zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei.9

Und weiter:

Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.9

Das sind keine Werbeclaims — das sind zugelassene gesundheitsbezogene Angaben, die auf der wissenschaftlichen Bewertung der EFSA beruhen und wörtlich verwendet werden dürfen.

Wie verbreitet ist Vitamin-D-Mangel in Deutschland?

Die Antwort ist ernüchternd: sehr verbreitet. Die bisher größte repräsentative Untersuchung des Vitamin-D-Status der deutschen Bevölkerung ist die DEGS1-Studie des Robert Koch-Instituts. Das Ergebnis: 61,6 % der Erwachsenen lagen mit ihrem 25-OH-D-Wert unter 50 nmol/l — also unter dem Wert, der für die Knochengesundheit als wünschenswert gilt. Rund 30 % unterschritten sogar den Wert von 30 nmol/l, der eine deutliche Unterversorgung markiert.5

Vitamin D ist ein „Sonnenstoff” im wörtlichen Sinn: 80 bis 90 % der körpereigenen Versorgung kommen aus der Sonneneinstrahlung auf die Haut, der Rest aus der Nahrung. In Deutschland steht die Sonne von November bis April nicht hoch genug, damit in der Haut nennenswert Vitamin D gebildet werden kann. In den Wintermonaten war der Anteil mit Mangel in der DEGS1-Studie deutlich höher als im Sommer.5

Wer besonders auf seinen Vitamin-D-Status achten sollte:

  • Ältere Menschen: Die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden, sinkt mit dem Alter deutlich. Gleichzeitig halten sich viele Ältere weniger im Freien auf.
  • Menschen mit wenig Sonnenexposition: Pflegebedürftige, Berufstätige mit langen Innentätigkeiten oder Menschen, die aus religiösen oder persönlichen Gründen Haut bedecken, sind stärker gefährdet.
  • Die gesamte Bevölkerung im Winterhalbjahr: Es betrifft keine Randgruppe — der Mangel ist in unseren Breiten strukturell.

Was die Forschung sagt: Calcium + Vitamin D gemeinsam wirken

Es gibt eine Studie, die in der Osteoporoseforschung als Meilenstein gilt. 1992 veröffentlichten Chapuy und Kolleginnen im New England Journal of Medicine die Ergebnisse einer kontrollierten Studie mit über 3.000 älteren Frauen im Pflegeheim, die täglich 1.200 mg Calcium und 800 I.E. Vitamin D3 oder ein Scheinpräparat erhielten. Das Ergebnis: In der Supplementierungsgruppe traten nach 18 Monaten 43 % weniger Hüftfrakturen auf als in der Kontrollgruppe.4

Diese Studie hat eine wichtige Botschaft: Calcium und Vitamin D wurden gemeinsam untersucht — und die Wirkung der Kombination war beeindruckend. Das war kein Zufall. Vitamin D allein ohne ausreichend Calcium, oder Calcium allein ohne Vitamin D, hätten diese Wirkung nicht entfalten können.

Neuere Arbeiten haben diesen Befund in größerem Maßstab bestätigt. Eine Metaanalyse von Bischoff-Ferrari und Kolleginnen kam zum gleichen Schluss bei der Frakturprävention durch Vitamin D — besonders wenn die Calciumversorgung ebenfalls gesichert war.7

Die Forschung ist keine Einbahnstraße — es gibt auch Studien, die eher nüchterne Ergebnisse zeigen, besonders bei hochdosierten Calcium-Präparaten in bereits gut versorgten Bevölkerungen. Aber die Grundbotschaft ist klar: Wer sowohl Calcium als auch Vitamin D auf einem ausreichenden Niveau hält, legt ein wichtiges Fundament — und hat damit mehr in der Hand als mit jedem der beiden Nährstoffe allein.

Wie viel brauchen Sie täglich von beidem?

Zwei Richtwerte, die sich leicht merken lassen: Die DGE empfiehlt 1.000 mg Calcium täglich — und bei fehlender Sonneneinstrahlung 800 I.E. (20 µg) Vitamin D.2 Den Vitamin-D-Bedarf über die Ernährung zu decken ist praktisch unmöglich: Im Schnitt kommen über den Teller nur 2–4 µg zusammen.

Beim Calcium sollte die Versorgung möglichst aus der Ernährung kommen: Milchprodukte, Hartkäse, calciumreiches Mineralwasser, Grünkohl und verwandte Gemüse, Tofu. Supplemente können die Lücke schließen, bringen aber bei sehr hoher Zufuhr keinen Zusatznutzen und sind mit unterschiedlichen Bewertungen bei hohen Einnahmemengen verbunden. Das Ziel heißt: verlässlich 1.000 mg erreichen — nicht 2.000 mg überschreiten.

Beim Vitamin D ist die Ernährung kaum hilfreich. Fetter Seefisch (Lachs, Hering, Makrele) ist die wichtigste Lebensmittelquelle, aber selbst eine Portion Lachs liefert nur einen Bruchteil des Tagesbedarfs. Die Sonne ist und bleibt die Hauptquelle — und wenn sie fehlt (Winter, Innenberufe, Alter, dunklere Haut), ist ein Supplement die logische Konsequenz.

Wie gut Sie tatsächlich versorgt sind, zeigt Ihnen nicht das Bauchgefühl, sondern ein einfacher Bluttest: der 25-OH-D-Wert. Ab 50 nmol/l gelten Sie für die Knochengesundheit als ausreichend versorgt. Alles darunter — besonders unter 30 nmol/l — ist ein klares Signal zum Handeln. Den Wert bestimmen, Dosierung festlegen und anpassen: Das ist ein Gespräch, das sich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt lohnt, bevor Sie auf Verdacht hochdosieren.

Zwei identische Gewebeansichten nebeneinander zeigen einen Knochenquerschnitt mit darüberliegender blauer Vene und je einem Blutröhrchen; links dichter, gut mineralisierter Knochen bei ausreichendem Vitamin D, rechts ausgedünnte Trabekel mit weniger Einlagerungen bei niedrigem Blutwert, hervorgehoben in Terrakotta. Nur im Gleichgewicht wirksam: Calcium und Vitamin D ergänzen sich — fehlt eines von beiden, kommt das andere nicht voll zur Geltung.

Sonnenlicht, Teller, Supplement: Drei Wege zu einer guten Versorgung

Der Teller für Calcium. Die Ernährung ist der beste Weg, den Calcium-Bedarf zu decken — nicht weil Tabletten schlecht wären, sondern weil Calcium aus Lebensmitteln stets von anderen knochenrelevanten Nährstoffen begleitet wird: Eiweiß, Magnesium, Phosphor. In unserem Artikel Calcium aus der Ernährung finden Sie konkrete Mengenangaben für die wichtigsten Quellen und einen Tagesplan zum Orientieren.

Die Sonne für Vitamin D. Im Sommerhalbjahr reichen schon 15 bis 30 Minuten täglich mit unbedecktem Gesicht, Unterarmen und Händen aus — ohne Lichtschutzfaktor, aber ohne Sonnenbrandt. Das ist keine Aufforderung zum ausgedehnten Sonnenbaden, sondern zum regelmäßigen Rausgehen. Im Winter speichert der Körper, was er im Sommer angesammelt hat — aber die Reserven erschöpfen sich, je länger die dunkle Jahreszeit dauert.

Das Supplement schließt die Lücke. Wenn die Sonne fehlt und die Ernährung nicht ausreicht, ist ein gut gewähltes Supplement die pragmatische Lösung. Dabei lohnt es sich, Calcium und Vitamin D gemeinsam zu betrachten: Ein reines Calcium-Präparat ohne Vitamin-D-Absicherung kann seinen Nutzen nicht voll entfalten. Und wer Vitamin D supplementiert, sollte sicherstellen, dass auch die Calciumzufuhr stimmt — denn Vitamin D allein kann keinen Calcium-Mangel kompensieren.

Den Einstieg in die Gesamtstrategie aus Ernährung, Bewegung und gezielter Supplementierung beschreibt unser Artikel Knochen stärken: Ernährung und Bewegung. Wenn Sie verstehen möchten, wie der Knochen grundsätzlich funktioniert und warum Osteoporose entsteht, lohnt der Blick in Osteoporose verstehen. Und wer wissen will, ab welchem Befund eine Ärztin oder ein Arzt die Diagnose stellt, findet das unter Knochendichte messen.

Was bleibt

Die Lücke ist größer als gedacht. Nicht nur beim Calcium — über die Hälfte kommt nicht auf 1.000 mg —, sondern auch beim Vitamin D. Rund 60 % der Deutschen liegen unter dem Wert, der für Knochen als ausreichend gilt. Beide Defizite gleichzeitig, bei denselben Menschen: Das ist kein Randproblem.

Calcium ohne Vitamin D ist halbe Arbeit. Wer den Baustein liefert, aber den Türöffner vergisst, verschenkt einen Großteil des Effekts. Das gilt in beide Richtungen: Vitamin D allein kann einen dauerhaften Calcium-Mangel nicht ausgleichen.

Der nächste Schritt ist ein Bluttest. Nicht raten, nicht pauschal supplementieren — sondern den 25-OH-D-Wert bestimmen lassen, die Calciumversorgung realistisch einschätzen, und dann mit ärztlicher Begleitung entscheiden. Das ist der Unterschied zwischen Hoffnung und Handeln.

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Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Er dient der Orientierung. Bevor Sie dauerhaft Calcium- oder Vitamin-D-Präparate einnehmen, lassen Sie Ihren Versorgungsstatus bestimmen und besprechen Dosierung und Dauer mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt.

Häufige Fragen

Wie viel Calcium brauche ich täglich für gesunde Knochen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen 1.000 mg Calcium täglich. Dieser Bedarf lässt sich über die Ernährung gut decken — zwei bis drei Portionen Milchprodukte oder calciumreiche Alternativen wie Grünkohl, Tofu oder calciumreiches Mineralwasser kommen dem Ziel bereits sehr nahe. Mehr Details zu konkreten Lebensmitteln finden Sie in unserem Artikel Calcium aus der Ernährung.
Warum reicht Calcium allein nicht für starke Knochen?
Weil Calcium nur dann aus dem Darm ins Blut gelangt, wenn ausreichend Vitamin D vorhanden ist. Vitamin D öffnet gewissermaßen die Tür für den Knochenbaustoff. Fehlt es, wird ein Teil des Calciums einfach wieder ausgeschieden — egal wie viel Sie davon essen.
Woher bekomme ich am besten Vitamin D?
Die mit Abstand wichtigste Quelle ist Sonnenlicht: Schon kurze, regelmäßige Aufenthalte im Freien mit unbedecktem Gesicht und Unterarmen reichen im Sommerhalbjahr oft aus. Über die Ernährung ist der Bedarf kaum zu decken — fetter Seefisch wie Lachs oder Hering und Eigelb liefern zwar etwas Vitamin D, aber viel zu wenig, um eine fehlende Sonneneinstrahlung zu ersetzen. Im Winter und im höheren Alter ist ein Supplement häufig sinnvoll.
Macht es Sinn, Calcium und Vitamin D zusammen einzunehmen?
Ja, die Kombination ist sinnvoll. Vitamin D verbessert die Calciumaufnahme im Darm erheblich. Wer ein Calcium-Präparat nimmt, aber gleichzeitig unter Vitamin-D-Mangel leidet, schöpft den Nutzen des Calciums nicht voll aus. Umgekehrt wirkt Vitamin D für den Knochen am besten, wenn auch die Calciumversorgung stimmt. Die beiden Nährstoffe gemeinsam zu betrachten — ob über die Ernährung oder gegebenenfalls über ein Präparat — ergibt deshalb viel mehr Sinn als jeden für sich allein.
Welche EFSA-Claims sind für Calcium und Vitamin D zugelassen?
Für Calcium ist unter anderem zugelassen: „Calcium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei" und „Calcium wird für die Erhaltung normaler Zähne benötigt." Für Vitamin D gilt unter anderem: „Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei" und „Vitamin D trägt zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei." Diese Angaben sind auf Basis wissenschaftlicher Bewertungen durch die EFSA offiziell zugelassen.
Kann ich zu viel Calcium oder Vitamin D einnehmen?
Ja, bei beiden ist Maß wichtig. Bei Calcium bringen sehr hohe Mengen aus Präparaten keinen Zusatznutzen für die Knochen und können bei manchen Menschen zu unerwünschten Effekten führen — weshalb die Versorgung möglichst aus der Ernährung kommen sollte. Bei Vitamin D gilt: Es ist fettlöslich und reichert sich im Körper an. Sehr hohe, unkontrollierte Dosierungen über lange Zeit können problematisch sein. Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Status daher ärztlich bestimmen, bevor Sie dauerhaft hochdosiert supplementieren.
Wie hängen Calcium, Vitamin D und Osteoporose zusammen?
Osteoporose entsteht, wenn der Knochen mehr abbaut als aufbaut und an Dichte verliert. Calcium ist der mineralische Hauptbaustoff des Knochens, Vitamin D stellt sicher, dass dieser Baustoff überhaupt im Körper ankommt. Fehlt dauerhaft eines von beidem, kann der Körper die Knochenmasse nicht ausreichend erhalten — das erhöht langfristig das Risiko für Knochenbrüche. Calcium und Vitamin D gehören deshalb zu den Basismaßnahmen der Osteoporose-Vorbeugung, die auch die DVO-Leitlinie 2023 ausdrücklich benennt.

Quellen

Leitlinien

  1. [1]Dachverband Osteologie (DVO) (2023): S3-Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr. DVO – Leitlinie 2023 · Zum Volltext ↗
  2. [2]Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) (2013): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Calcium (empfohlene Zufuhr Erwachsene: 1.000 mg/Tag). DGE/ÖGE/SGE, D-A-CH-Referenzwerte · Zum Volltext ↗

Studien & Epidemiologie

  1. [3]Max Rubner-Institut, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2008): Nationale Verzehrsstudie II – Ergebnisbericht, Teil 2: Die bundesweite Befragung zur Ernährung von Jugendlichen und Erwachsenen. Max Rubner-Institut · Zum Volltext ↗
  2. [4]Chapuy MC, Arlot ME, Duboeuf F et al. (1992): Vitamin D3 and calcium to prevent hip fractures in elderly women. New England Journal of Medicine 327(23):1637–42 · DOI: 10.1056/NEJM199212033272305 · PMID: 1331788
  3. [5]Rabenberg M, Scheidt-Nave C, Busch MA et al. (2015): Vitamin D status among adults in Germany – results from the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1). BMC Public Health 15(1):641 · DOI: 10.1186/s12889-015-2016-7 · PMID: 26162848

Reviews & Meta-Analysen

  1. [6]Cormick G, Belizán JM (2019): Calcium Intake and Health. Nutrients 11(7):1606 · DOI: 10.3390/nu11071606 · PMID: 26510847
  2. [7]Bischoff-Ferrari HA, Willett WC, Wong JB et al. (2005): Fracture prevention with vitamin D supplementation: a meta-analysis of randomized controlled trials. JAMA 293(18):2257–64 · DOI: 10.1001/jama.293.18.2257 · PMID: 15886381
  3. [8]EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA) (2009): Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to calcium and maintenance of bone and teeth. EFSA Journal 7(9):1210 · DOI: 10.2903/j.efsa.2009.1210
  4. [9]EFSA / Verordnung (EU) Nr. 432/2012 (2012): Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben (Calcium und Vitamin D – Erhaltung normaler Knochen). Amtsblatt der Europäischen Union L 136 · Zum Volltext ↗
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